Branchenfokus · Systemhäuser, Software, digitale Medien

Unternehmensverkauf im Bereich IT, Software und Media

IT-Systemhäuser, Managed-Services-Anbieter, Softwareunternehmen und digitale Medienhäuser: Hier treffen eine große Nachfolgewelle und eine ungewöhnlich aktive Käuferlandschaft aufeinander. Wir begleiten Inhaber beim Verkauf, bei der Nachfolge und bei der Aufnahme von Partnern, wie bei Computing Forum, StoryDOCKS und tigermedia.

Marktlage

Tausende Systemhäuser, ein Käufermarkt

Deutschland hat mehrere tausend inhabergeführte IT-Systemhäuser, viele davon in den 1990er Jahren gegründet und heute vor der Nachfolge. Gleichzeitig kaufen bundesweite Strategen und kapitalgestützte Systemhausgruppen in hohem Tempo zu, weil Fachkräfte und Kundenzugang anders nicht zu bekommen sind. Was Käufer wollen, ist klar: wiederkehrende Umsätze aus Managed Services, Wartung und Cloud, eine zertifizierte Mannschaft und Kunden, die nicht am Inhaber hängen.

Bei Software zählen andere Kennzahlen, wiederkehrender Umsatz, Kundenabwanderung und Wachstum, aber die Käuferlogik ist ähnlich: Strategische Softwaregruppen und Beteiligungsgesellschaften kaufen Produkte mit Marktstellung in einer Nische. Im Medienbereich schließlich suchen Verlage, Medienhäuser und Family Offices digitale Geschäftsmodelle und Marken mit eigener Zielgruppe. In allen drei Feldern gilt: Ein strukturierter Prozess mit mehreren Bietern entscheidet über Preis und Partner.

Drei Segmente, drei Käuferlogiken
01

IT-Systemhäuser und Managed Services

Infrastruktur, Netzwerk, Security, Cloud, Outsourcing der IT-Abteilung für den Mittelstand. Käufer sind bundesweite Systemhauskonzerne und Buy-and-Build-Plattformen, die regionale Präsenz, Fachkräfte und Managed-Services-Verträge zukaufen. Der Anteil wiederkehrender Umsätze ist das zentrale Wertargument.

02

Software und SaaS

Branchensoftware, Fachanwendungen, SaaS-Produkte mit Nischenführerschaft. Käufer sind strategische Softwaregruppen, die Portfolios erweitern, und Beteiligungsgesellschaften mit Software-Fokus. Bewertet wird nach wiederkehrendem Umsatz, Kundenbindung und Wachstum, häufig als Umsatzmultiple.

03

Digitale Medien und Content

Digitale Verlagsangebote, Kindermedien, Plattformen und Marken mit eigener Zielgruppe. Käufer sind Verlage und Medienhäuser in der Transformation, Family Offices und Investoren mit Medienerfahrung. Eigene Inhalte, Rechte und Reichweite sind die Währung.

Bewertung

Was Käufer in dieser Branche bezahlen

Systemhäuser werden nach nachhaltigem EBITDA bewertet, Softwareunternehmen häufig nach wiederkehrendem Umsatz. In beiden Fällen entscheiden drei Faktoren über den Multiplikator.

A

Wiederkehrende Umsätze

Anteil von Managed Services, Wartung, Lizenzen und Abonnements am Umsatz, Vertragslaufzeiten und Kündigungsquoten. Projektgeschäft wird deutlich niedriger bewertet als wiederkehrender Umsatz mit denselben Kunden.

B

Mannschaft und Zertifizierungen

Anzahl und Qualifikation der Techniker und Entwickler, Herstellerpartnerschaften und Zertifizierungen, Fluktuation und Altersstruktur. Käufer kaufen in dieser Branche vor allem Menschen; Bindungsmodelle vor dem Verkauf erhöhen den Preis.

C

Inhaberunabhängigkeit und Skalierbarkeit

Hängen Kundenbeziehungen und Technikwissen am Gründer oder an der Organisation? Gibt es Prozesse, Dokumentation und eine zweite Führungsebene? Bei Software zusätzlich: Ist das Produkt technisch zukunftsfähig und ohne den Gründer weiterzuentwickeln?

Computing Forum → Pusch-Data
Referenzfall · IT-Systemhaus

Computing Forum → Pusch-Data

Das 1996 gegründete IT-Systemhaus Computing Forum aus Aalen übernimmt für mittelständische Kunden, das Gesundheitswesen und die Industrie sämtliche Aufgaben einer Inhouse-IT-Abteilung. Zur Regelung der Nachfolge und zur Sicherung der Arbeitsplätze am Standort beauftragten die Eigentümer uns mit der Suche nach einem Partner. In einem kompetitiven Prozess setzte sich die Pusch-Data GmbH durch.

Struktur
Verkauf des Unternehmens, Nachfolgelösung
Käufer
Strategischer Käufer aus der IT-Branche
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Transaktionen in der Branche

Vom Systemhaus bis zum Medien-Inkubator

Nachfolgeverkauf, Aufnahme eines langfristigen Gesellschafters, Beteiligung auf Käuferseite: Drei Transaktionen, drei unterschiedliche Aufgabenstellungen.

Häufige Fragen

Fragen zum Verkauf eines Systemhauses oder Softwareunternehmens

Wie wird ein IT-Systemhaus bewertet?

Nach nachhaltigem EBITDA und einem Faktor, der vor allem vom Anteil wiederkehrender Umsätze, von der Fachkräftebasis und von der Inhaberunabhängigkeit abhängt. Ein Systemhaus mit hohem Managed-Services-Anteil wird deutlich höher bewertet als ein projektgetriebener Betrieb gleicher Größe. Eine erste Einordnung liefert unsere Unternehmensbewertung zum Festpreis.

Wie wird ein Softwareunternehmen bewertet?

Häufig als Vielfaches des wiederkehrenden Umsatzes, ergänzt um Wachstum, Kundenabwanderung und Profitabilität. Bei kleineren, profitablen Anbietern von Branchensoftware ist ebenso das EBITDA maßgeblich. Entscheidend sind belegbare Kennzahlen: Vertragsbestand, Verlängerungsquoten, Umsatz je Kunde und Entwicklungsaufwand.

Wer kauft Systemhäuser und Softwareunternehmen?

Bundesweite Systemhauskonzerne und kapitalgestützte Plattformen, strategische Softwaregruppen, Beteiligungsgesellschaften mit Technologiefokus und für kleinere Einheiten regionale Wettbewerber. Welche Gruppe den besten Preis und die passendste Lösung für Mitarbeiter und Kunden bietet, zeigt erst ein paralleler Prozess.

Wie sichere ich mein Team beim Verkauf?

Indem Bindung Teil der Vorbereitung ist: Beteiligungs- oder Bonusmodelle für Schlüsselpersonen, klare Kommunikation zum richtigen Zeitpunkt und ein Käufer, dessen Kultur passt. Käufer kaufen in dieser Branche Menschen, deshalb ist Kontinuität auch in ihrem Interesse. Zusagen lassen sich vertraglich verankern.

Wie lange dauert der Verkauf?

Von der Vorbereitung bis zur Unterschrift rechnen wir mit sechs bis neun Monaten. Die Vorbereitung umfasst Unterlagen, Bewertung und die anonymisierte Ansprache; danach folgen Angebote, Due Diligence und Vertragsverhandlung. Die Vertraulichkeit gegenüber Kunden, Mitarbeitern und Wettbewerbern bleibt bis zur Unterschrift gewahrt.

Sie führen ein Systemhaus, Software- oder Medienunternehmen?

Das erste Gespräch ist unverbindlich und selbstverständlich vertraulich.