Unternehmensverkauf im Bereich Logistik und Supply Chain
Spedition, Kontraktlogistik, Spezialtransporte: Logistikdienstleister aus dem Mittelstand stehen im Fokus internationaler Käufer. Wir haben die Kölner MBS Logistics mit 26 Standorten und über 450 Mitarbeitenden an die AD Ports Group aus Abu Dhabi begleitet.
Internationale Käufer entdecken den deutschen Mittelstand
Die Logistik ist nach Handel und Automobil der drittgrößte Wirtschaftsbereich Deutschlands, und sie konsolidiert sich schnell. Zwei Muster prägen den Markt: Ausländische Konzerne sichern sich über etablierte deutsche Mittelständler Marktzugang, wie AD Ports mit MBS Logistics, Nippon Express mit Simon Hegele oder Cosco mit Konrad Zippel. Und europäische Netzwerke wie Geis, Duvenbeck, Raben, Dachser oder NTG Nordic kaufen systematisch Speditionen zu. Anders als in anderen Branchen sind zwei Drittel der Käufer Strategen; Finanzinvestoren bauen vor allem in Spezialsegmenten wie Pharma-, Kühl- und Chemielogistik Plattformen.
Für Eigentümer bedeutet das: Ein Logistiker mit stabilen Kundenbeziehungen, klarer Spezialisierung und funktionierendem Management ist heute für Käufer aus drei Kontinenten interessant. Den Unterschied im Kaufpreis macht, ob diese Käufer auch tatsächlich am Tisch sitzen. Dafür braucht es einen international angelegten Prozess, der Strategen aus Europa, dem Nahen Osten und Asien parallel anspricht.
Spedition und internationale Netzwerke
Luft- und Seefracht, Landverkehr, Zollabwicklung, asset-light organisiert. Käufer sind globale Netzwerke und ausländische Konzerne, die Trade Lanes, Kundenbeziehungen und Zollkompetenz zukaufen. Internationale Standorte und ein starkes Netzwerk in Asien oder den USA sind hier bares Geld wert.
Kontraktlogistik und Spezialsegmente
Pharma-, Kühl-, Chemie- und Gefahrgutlogistik, zeitkritische Transporte, Schwer- und Projektlogistik. Hier bauen Finanzinvestoren Plattformen und Strategen kaufen Spezialisten. Zertifizierungen, Qualitätsnachweise und langfristige Kundenverträge treiben den Preis.
Regionale Transport- und Systemlogistik
Sammelgut, Systemverkehre, Lebensmittel- und Baustofflogistik mit eigenem Fuhrpark. Käufer sind europäische Konsolidierer, die Netzdichte und regionale Präsenz suchen. Fahrerbasis, Fuhrparkzustand und Immobilien bestimmen die Struktur der Transaktion.
Was Käufer in dieser Branche bezahlen
Logistiker werden nach nachhaltigem EBITDA bewertet, bei Speditionen ergänzend nach Rohertrag. Drei Faktoren entscheiden über den Multiplikator.
Asset-light oder asset-heavy
Eigener Fuhrpark und eigene Immobilien binden Kapital und drücken den Faktor, erhöhen aber den Substanzwert. Häufig werden Immobilien vor dem Verkauf herausgelöst und zurückvermietet. Asset-light organisierte Speditionen mit hohem Rohertrag je Mitarbeiter erzielen die höchsten Faktoren.
Spezialisierung und Zertifizierung
GDP für Pharma, Temperaturführung, Gefahrgut, Zollstatus AEO, IATA- und Luftsicherheitszulassungen. Spezialisierung schafft Eintrittsbarrieren und Preissetzungsmacht und zieht Käufer an, die genau diese Fähigkeit suchen.
Kunden, Verträge und Mannschaft
Laufzeiten und Konzentration der Kundenverträge, Anteil der Kontraktlogistik, Fahrer- und Fachkräftebasis sowie IT und Digitalisierung der Prozesse. Käufer bezahlen Planbarkeit und ein Team, das ohne den Inhaber funktioniert.
Marktdaten: Logistikdienstleister im M&A-Markt
Unser Industrie-Update fasst halbjährlich Marktumfeld, Transaktionen, aktive Käufer und Bewertungsniveau der Branche zusammen. Die wichtigsten Zahlen der Ausgabe Juli 2026:
Aktive Käufer sind strategische Konsolidierer wie DSV, Kühne+Nagel, Dachser, Geis, Duvenbeck, Raben, NTG Nordic, AD Ports, Nippon Express und Cosco sowie Finanzinvestoren und Plattformen wie AUCTUS / Oxalis, GREENPEAK / VITAIRA, Castik / Customs Support, Orlando Capital, JLL Partners, SüdBG und Constellation Cold Logistics. Spezialisierung zahlt sich aus: Pharma-, Kühl- und Chemielogistik ziehen die meisten Plattforminvestoren an.
Seiten zum Durchblättern, Klick öffnet die Seite im PDF. Stand Juli 2026, Aktualisierung halbjährlich.
MBS Logistics → AD Ports Group (Abu Dhabi)
Die seit fast 40 Jahren aktive MBS Logistics aus Köln bietet Luft-, See-, Straßen- und Schienenfracht, Kontrakt- und Projektlogistik sowie Zollabwicklung aus einer Hand, asset-light organisiert, mit 26 Standorten weltweit und einem starken Netzwerk in China, Vietnam und den USA. Die Gesellschafter veräußerten ihre Anteile an die börsennotierte AD Ports Group, für die MBS den Zugang zum europäischen Markt eröffnet.
Die vollständige Meldung lesen →Was MBS Logistics über die Zusammenarbeit sagt
Mit Zerbach & Company hatten wir während des gesamten Prozesses einen Partner an unserer Seite, dem wir uneingeschränkt vertrauen konnten. Frank Eckertz und sein Team haben uns mit hoher fachlicher Expertise, großer Sorgfalt und einem sehr guten Verständnis für unsere unternehmerischen Ziele durch alle Phasen begleitet. Auch in anspruchsvollen Verhandlungssituationen agierte Zerbach & Company stets souverän, strukturiert und lösungsorientiert. Besonders überzeugt hat uns die Kombination aus Professionalität, Verlässlichkeit und persönlichem Engagement. Wir haben uns jederzeit exzellent beraten und vertrauensvoll begleitet gefühlt. Zerbach & Company können wir daher ohne Einschränkung weiterempfehlen.
Fragen zum Verkauf eines Logistikunternehmens
Wie wird eine Spedition oder ein Logistiker bewertet?
Grundlage ist das nachhaltige EBITDA, bei Speditionen ergänzend der Rohertrag, multipliziert mit einem Faktor, der Spezialisierung, Kundenstruktur und Kapitalintensität widerspiegelt. Börsennotierte Netzwerke setzen den oberen Rahmen, mittelständische Unternehmen liegen darunter. Fuhrpark und Immobilien werden gesondert betrachtet. Eine erste Einordnung liefert unsere Unternehmensbewertung zum Festpreis.
Kommen ausländische Käufer für mein Unternehmen infrage?
Sehr wahrscheinlich. Konzerne aus dem Nahen Osten, Asien und den USA sowie europäische Netzwerke kaufen gezielt deutsche Logistiker, um Marktzugang und Trade Lanes zu gewinnen. Entscheidend ist, dass diese Käufer im Prozess angesprochen werden; dafür führen wir Prozesse auf Englisch und mit internationalen Partnernetzwerken.
Was geschieht mit Fuhrpark und Immobilien?
Das ist eine Strukturfrage, die wir früh klären. Immobilien werden häufig vor dem Verkauf in eine separate Gesellschaft überführt und an den Käufer vermietet, was Ihnen laufende Einnahmen sichert und den Kaufpreis für das operative Geschäft nicht belastet. Beim Fuhrpark prüfen Käufer Alter, Finanzierung und Leasingverträge.
Was wird aus Fahrern und Mitarbeitern?
In der Logistik kaufen Erwerber vor allem Mannschaft und Kundenbeziehungen, Kontinuität liegt deshalb in ihrem Interesse. Arbeitsverhältnisse gehen beim Anteilsverkauf unverändert über. Zusagen zu Standorten und Beschäftigung lassen sich vertraglich verankern; wir machen sie zum Kriterium der Käuferauswahl.
Wie lange dauert der Verkauf?
Von der Vorbereitung bis zur Unterschrift rechnen wir mit sechs bis neun Monaten. Bei ausländischen Käufern kommen gegebenenfalls Fristen für Investitionsprüfungen oder Kartellfreigaben hinzu. Die Vertraulichkeit gegenüber Kunden, Mitarbeitern und Wettbewerbern bleibt bis zur Unterschrift gewahrt.
Sie führen ein Logistikunternehmen und denken über die Zukunft nach?
Das erste Gespräch ist unverbindlich und selbstverständlich vertraulich.










